Bücher


BÜCHER; BUCHBEITRÄGE

  • Ein Fisch vergießt keine Tränen. Russische Erzählungen rund ums Meer.  edition ebersbach Berlin, 2005 (Hrsg)
  •  Lydia Awilowa: Tschechow, meine Liebe. edition ebersbach Berlin, 2004 (Hrsg & Übersetzerin.)
  • Anatolij Vasiljev. In: Joachim Fiebach: Manifeste europäischen Theaters, Berlin, 2003
  • Anatolij Vasil’jev (Wassiljew): Dem einzigen Leser. Berlin, 2003. (Hrsg & Übersetzerin) Alexander Verlag
  • Als der Krieg zu Ende war (Kogda zakončilas‘ vojna / zur russischen Ausgabe v. Max Frisch): In: Akademičeskie tetradi Nr. 8, Moskau, 2001
  • Zur Frage der Bulgakow-Publikationen in Deutschland. In: Michail Bulgakov na ischode XX veka. St. Peterburg, 1999 (VIII. Bulgakov Seminar St. Petersburg,1997)
  •  Anatolij Wassiljew (=Regie im Theater, Nr. 11072) S. Fischer TB, Ffm, 1993
  • Bertelsmann Schauspielführer (Hrsg. Klaus Völker) 16 Beiträge, München, 1992

Wyneken, Ruth

Ein Fisch vergiesst keine Tränen.
Russische Erzählungen rund ums Meer
Buchreihe: blue notes 128 Seiten, Halbleinen, Format: 19 x 12 cm Erscheinungsdatum: 29.07.2005 ISBN-Nr.: 978-3-938740-02-6 EUR 15,80 (D) / SFr 28,30 / *16,30 (A)

Bewegtes Wasser, sei es nun Ozean, Meer oder Fluss, gilt als der Ursprung allen Lebens, als Bild für Lebendiges schlechthin. Dennoch kann Wasser in seiner Wirkung jäh umschlagen und zur Urgewalt der Vernichtung werden, angesichts derer die Menschen klein und hilflos dem Element ausgeliefert sind. Zwischen diesen beiden extremen Polen, der Kraft des Lebens und der Kraft der Zerstörung, erlebt der Mensch die Naturgewalt Wasser – und versucht, ihr Geheimnis zu ergründen. Da Russland aufgrund seiner geographischen Lage in gigantischen Ausmaßen von der Erde bestimmt ist, auch wenn es von riesigen Flüssen wie von Wasseradern durchzogen wird, hat das Meer eine existentiell wichtige Bedeutung. So manche altrussische Legende erzählt vom Wasser, das rettend eine Stadt vor dem Ansturm der Feinde bewahrte, oder Meer und Fluss werden zu hochdramatischen Wendepunkten verknüpft, die über Leben und Tod entscheiden. Das Meer gilt für russische Erzähler als Bild der untergründigen, rätselhaften Strömungen der menschlichen Seele, aber auch – da vom Menschen und erst recht von der alles beherrschenden Staatsmacht unbezähmbar – als wichtiges Symbol der Freiheit und Hoffnung. In seiner Umkehrung als gefrorenes Wasser wird es zum Bild für Unfreiheit und Stagnation. Eine Sammlung mit russischen Erzählungen und Gedichten von Michail Lermontov Fjodor Tjuttschew Anton Tschechow Andrej Platonow Joseph Brodsky Alexander Solschenizyn Andrei Makine Alexander Ikonnikow Alexander Puschkin


  

 

Lydia Awilowa: Tschechow, meine Liebe Erinnerungen
Herausgegeben und aus dem Russischen                 von Ruth Wyneken
blue notes 20 Deutsche Erstausgabe,                      160 Seiten, Halbleinen,Fadenheftung                         EUR 16,00 /sFr. 28.60                                                       ISBN 978-3-934703-70-4

- vergriffen

Eine Liebesgeschichte

zum 100.Todestag von Anton Tschechow (2.7.2004)

Lydia Awilowa erzählt von ihrer hierzulande fast unbekannten Liebe zu Anton Tschechow, dem sie als jungverheiratete Frau begegnete, und der langjährigen, wechselvollen Beziehung,die ihr Leben, wie sie selbst schreibt „so festlich beleuchtete und so quälend erschwerte.“ Ihre glücklose Ehe mit einem russischen Staatsdiener, die drei Kinder und ihre eigenen literarischen Ambitionen, für die ihr Ehemann nur Verachtung übrig hat,stehen dieser Liebe immer wieder im Wege. Nicht zuletzt verhindern peinliche Missgeschicke, widrige Umstände und Tschechows Schwindsucht,die ihn immer wieder zu langen Kuraufenthalten zwingt,ein Happy-End. Trotzdem verband beide ein inniger Briefwechsel,der über ein Jahrzehnt anhalten sollte. Tschechow wird ihr strenger Kritiker und Mentor,v erlangt all ihre Prosa zu lesen. Seine eigenen Empfindungen und enttäuschten Hoffnungen verarbeitet er später unter anderem in den Erzählungen Von der Liebe. Auch die Die Dame mit dem Hündchen liest sich anders, wenn man Awilowas Geschichte kennt.

„Nachdem ich ihre Erinnerungen gelesen hatte, schaute ich anders auf Tschechow, es tat sich für mich etwas Neues in ihm auf“,schrieb Iwan Bunin, der russische Nobelpreisträger von 1933, der mit beiden befreundet war.

Hier eine Rezension in Zeit Online /2004